Wartezeit auf einen Therapieplatz: Warum es oft so lange dauert – und welche Alternativen es gibt

Mehrere Monate auf den Beginn einer Psychotherapie warten – das ist in Deutschland keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Wer sich fragt, warum das so ist und was sich dagegen tun lässt, findet hier eine kurze Einordnung.

Wie lange die Wartezeit tatsächlich ist

Die psychotherapeutische Sprechstunde – das erste, orientierende Gespräch – ist meist innerhalb weniger Wochen zu bekommen. Der eigentliche Beginn einer regelmäßigen Therapie dauert danach oft deutlich länger: Auswertungen der Bundespsychotherapeutenkammer zeigen, dass ein erheblicher Teil der Betroffenen zusätzlich drei bis sechs Monate wartet. In einzelnen Bundesländern, etwa Nordrhein-Westfalen, werden sogar neun bis zwölf Monate berichtet. Auf dem Land ist die Lage meist angespannter als in der Stadt.

Warum das so ist

Der Grund ist strukturell, nicht individuell: Es gibt bundesweit deutlich mehr Menschen, die eine Psychotherapie brauchen, als es Kassensitze dafür gibt. Die Terminservicestelle (116117) kann helfen, ein erstes Gespräch zu vermitteln – am Engpass bei den anschließenden Therapieplätzen ändert das meist wenig.

Eine Alternative: der private Weg

Wer nicht warten möchte oder kann, kann sich auch an eine Heilpraktikerin für Psychotherapie wenden. Der Unterschied zur Kassentherapie: Diese Praxen sind Privatpraxen, die Kosten trägt man selbst oder über eine private Zusatzversicherung – dafür sind Termine oft innerhalb weniger Tage möglich, ganz ohne Warteliste. Kein Ersatz für jede Situation, aber für viele ein schnellerer erster Schritt.

In meiner Praxis in Hannover und Bad Münder ist ein Erstgespräch in der Regel innerhalb von zehn Tagen möglich.

Der nächste Schritt

Wenn Sie nicht monatelang warten möchten, schreiben Sie mir – wir vereinbaren zeitnah ein Erstgespräch.

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Quellen